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Hilfe bei Erkältung
06.12.2006
Es ist jetzt die klassische Zeit dafür: Erkältungen und Grippe. Die Viren schwirren, die Bakterien vermehren sich - und schon sind wir angesteckt. Sehr oft beginnt eine handfeste Grippe oder eine schwere Erkältung mit quälenden Halsschmerzen. Lesen Sie, was Sie dagegen ganz schnell tun können.
Aus einer Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation geht hervor: Die Haupteintrittspforte für Viren und Bakterien im Zuge einer Erkältungsinfektion ist der Mund- und Rachenraum. Man wird angehustet, angeniest. Man gibt jemand die Hand und empfängt dabei Millionen von Krankheitserregern, fährt sich mit dieser Hand dann an den Mund. Das erklärt auch, warum fast alle Erkältungen mit beißenden, scharfen Halsschmerzen beginnen.
Sind Erreger eingedrungen und wollen sich in den Schleimhäuten festsetzen, beginnt im Rachenraum die lokale Immun-Abwehr. Die erste natürliche Reaktion: Die Durchblutung der Schleimhäute wird verstärkt. Wenn nun aber trotzdem bereits Viren in den Mund eingedrungen sind, so vermehren sie sich binnen 24 Stunden explosionsartig und rufen in den Schleimhäuten entzündungen hervor. Die Schleimhäute schwellen an. Dadurch entsteht ein Druck auf bestimmte Nervenenden. Und dieser Druck verursacht die quälenden Halsbeschwerden. Der Betroffene verspürt ein Kratzen und Brennen im Hals sowie ein trocknes Gefühl, oft mit Heiserkeit verbunden.
Hausmittel gegen Halsschmerzen
Es gibt eine Reihe von wirksamen natürlichen Rezepten gegen Halsschmerzen. Wichtig ist bei allen,daß man sie so früh wie möglich anwendet:
Wer kein Freund solcher Hausmittel ist, der denkt oft bereits bei Halsschmerzen an den Einsatz von Antibiotika. Das ist sicher zu früh und macht keinen Sinn. Halsschmerzen als Start einer Erkältung werden fast immer von Viren ausgelöst. Antibiotika können gegen Viren nichts ausrichten. Sie werden nur gegen Bakterien aktiv, aber dann nur mit Erfolg, wenn keine Antibiotika-Resistenz vorliegt. Bakterien lernen schnell, für ein Antibiotikum unbesiegbar zu werden. In diesem Fall kann der Einsatz von Antibiotika oft nur unangenehme Nebenwirkungen bringen. Die Darmflora ist kaputt und muß neu aufgebaut werden.
Es gibt eine Alternative. Zur Behandlung von Halsschmerzen stehen heute anstelle von Antibiotika sogenannte Antiseptika zur Verfügung. Unter Antisepsis versteht man in der Medizin die gezielte Abtötung von Mikroorganismen in den Schleimhäuten: Viren, Bakterien, Pilze. Da Antiseptika nur an der betroffenen Oberfläche desinfizierend wirken, belasten sie den Körper nicht unnötig und sind meist auch sehr gut verträglich.
Darum werden in der Apotheke Halstabletten zum Lutschen angeboten. Und mancher mag sich schon gefragt haben: Helfen denn die tatsächlich?
Die moderne Forschung hat es geschafft, Antiseptika in zuckerfreien Halstabletten zu verarbeiten, mit denen man den Schmerz stillen und Erreger beseitigen kann. Die effiziente Doppelwirkung dieser Halstablette beruht auf den besonderen Eigenschaften der Hauptwirkstoffe: Zwei davon sind starke Antiseptika. Sie töten die in die Rachenschleimhaut eingedrungenen Bakterien und Viren. Damit wird die Ursache der Beschwerden beseitigt und gleichzeitig einer bakteriellen Folgeinfektion wie etwa einer Mandelentzündung vorgebeugt. Zu den beiden Antiseptika kommt noch als dritter Wirkstoff Levomenthol ins Spiel. Er ruft einen sofortigen kühlenden und schmerzlindernden Effekt hervor. Das Schlucken wird wieder leichter. Die lästigen Beschwerden lassen rasch nach.
Eine neue Studie bestätigt die hochaktiven Wirkstoffe in diesen Halstabletten (Neo-angin, zuckerfrei, rezeptfrei, nur in Apotheken). Die Probanden mit Halsschmerzen lutschten 6 Mal täglich im Abstand von 2 Stunden die Tabletten. Nach 3 Tagen waren mehr als 80 Prozent der mit den roten Halstabletten behandelten Pastienten komplett beschwerdefrei.
Je früher man die Halsschmerzen entdeckt und behandelt, desto schneller kriegt man sie in den Griff. Und je eher man die Halstabletten einsetzt, desto effizienter ist die Wirkung. Gleichzeitig regen sie den Speichelfluß an, womit ein Austrocknen der Schleimhäute verhindert wird. Es gibt also keinen Grund, über einfache Halstabletten aus der Apotheke mitleidvoll zu lächeln. Sie haben im Kampf gegen erste Erkältungssymptome durchaus ihre Berechtigung.