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Erkältung aus tausendundeiner Herbstnacht - Die schönsten Hustenmärchen
07.12.2006
URL: http://www.gesundheit.de/krankheiten/erkaeltung/husten-maerchen/index.html
Erkältung aus tausendundeiner Herbstnacht - Die schönsten Hustenmärchen
Alle Jahre wieder kommt das große Husten. Herbst ist Erkältungszeit, das ist wahr. Viele Geschichten allerdings, die man sich so über den Erkältungs-Husten erzählt, stammen eher aus dem Bereich der Märchen.
Märchen Nummer 1: Nur weil es kalt ist erkältet man sich
Man erkältet sich zwar leichter, wenn es draußen kalt ist, aber Kälte allein macht noch keine Erkältung. Erkältungen werden fast immer durch Viren verursacht. Man geht heute davon aus, dass die auf den Körper einwirkende Kälte kurzfristig zusätzlich das Immunsystem schwächt. Dies genügt aber oft schon, um den Viren die Möglichkeit zu geben, sich im Organismus festzusetzen. Häufig betroffen: Die Atemwege. Es kommt zur Infektion und eine der möglichen Folgen ist dann der Husten. Dieser Husten hat eine wichtige und nützliche Funktion.
Märchen Nummer 2: Man ist krank weil man Husten hat
Husten ist lästig, nervt am Tage und raubt den Schlaf. Aber: Husten ist keine Krankheit, sondern nur ein Symptom. Der zähe Schleim in den Atemwegen verklebt die feinen Flimmerhärchen, die den Schleim normalerweise abtransportieren. Jetzt muss der Husten diese Aufgabe übernehmen. Man hustet also, weil man krank ist. Nur durch Husten kann der mit Krankheitserregern besetzte Schleim entfernt werden. Sind mit den Hustenstößen zunehmend auch Schmerzen verbunden, signalisiert dies dem Körper, dass der Husten dem Körper Schaden zufügt.
Märchen Nummer 3: Husten muss man immer blocken
Dass man jeden Husten blocken muss ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Husten kann über 300 verschiedene Ursachen haben. Daher ist es notwendig, dass ein Husten, der länger als zwei bis drei Wochen andauert, vom Arzt abklärt wird. Beim banalen Erkältungshusten treten zwei Phasen auf. Zu Beginn – also den ersten 2-3 Tage – kommt es zum trockenen Husten. Hier empfiehlt sich ein Hustenstiller, der diesen unnötigen Husten nimmt. Danach wird der Husten produktiv. Idealerweise wird er durch einen Hustenlöser unterstützt, der das Abhusten spürbar erleichtert. In der Übergangsphase werden häufig Hustenstiller und Hustenlöser nebeneinander eingesetzt.
Märchen Nummer 4: Hustenstiller blockieren den Husten
Hustenstiller werden viel zu häufig auch als Hustenblocker bezeichnet. Die Patienten haben dann Angst, dass das notwendige Abhusten von zähem Schleim verhindert wird. Die Angst ist nicht berechtigt. Hustenstiller können den Husten nicht ganz blocken, weil das notwendige Abhusten bei bestimmungsgemäßer Dosierung möglich bleibt. Generell ist beim trockenen Reizhusten der Husten für den Körper schädlich, da er keine Reinigungsfunktion hat. Ein geeigneter Hustenstiller kann einen Reizhusten dämpfen ohne ein ebenfalls nötiges Abhusten zu verhindern.