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Aderlass

Beim therapeutischen Aderlass werden meist 100 - 150 ml venöses Blut ca. 1 - 2 mal / Woche entnommen. Dadurch wird eine Erhöhung des Hämatokrit-Wertes (Anteil der roten Blutkörperchen) erreicht. Diese Therapie wirkt in besonderem Maße bei Durchblutungsstörungen und Stoffwechselerkrankungen.


Akupressur

Vorläufer der Akupunktur. Die Akupressur dient der Reizung der Punkte nicht durch Nadelstiche wie bei der Akupunktur, sondern durch Druck und Massage. Dieses Anwendungsverfahren wird den Patienten in Schulungen gelehrt, da diese Therapie auch für den Patienten selbst anwendbar ist. Diese Therapie wirkt in besonderem Maße bei einfachen körperlichen und psychischen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Verspannungen, Übelkeit, Erschöpfung oder Nervosität. Siehe auch TCM.


Akupunktmassage nach Penzel

Die Akupunkt-Massage nach Penzel arbeitet als Regulationstherapie auf der Grundlage der chinesischen Energielehre, wobei primär entlang der Meridiane massiert wird, die einen Energiemangel aufweisen. Sekundär kann der Akupunkturpunkt noch mitstimuliert werden. Bestandteil einer Behandlungsserie ist neben der Meridiantherapie auch die spezielle Narbenpflege und die energetische Wirbelsäulenbehandlung. Entsprechend wird diese Therapie bei orthopädischen Erkrankungen angewendet.


Akupunktur

Bei der Akupunktur werden mit Gold-, Silber- oder Stahlnadeln bestimmte Akupunkturpunkte angestochen. Diese Punkte werden bestimmten Organen und Körperfunktionen zugeordnet. Durch den präzisen Stich können funktionelle Störungen von Körperteilen, die mit den Einstichorten über sogenannte Meridiane verbunden sind, vollkommen beseitigt werden. Diese Therapie wirkt in besonderem Maße bei funktionellen Störungen wie Migräne und Rückenschmerzen, aber auch Verdauungsbeschwerden, Herzbeschwerden, zu hoher und zu niedriger Blutdruck. Siehe auch TCM.


Aquarelax

Siehe IPEG-Verfahren.


Ausleitungsverfahren

Unter ausleitenden Verfahren versteht man in der Naturheilkunde Therapieformen, die die Ausscheidung „krankheitserregender Stoffe“ fördern. Den Ausleitungsverfahren wird als systematische Wirkung in der Naturheilkunde eine allgemeine Immunstimulation sowie – über die Reflexpunkte – organbezogene Effekte zugeschrieben. Lokale Wirkungen sind ein verbesserter Bindegewebsstoffwechsel sowie eine vermehrte Ausscheidung von entzündungs- und schmerzvermittelnden Substanzen. Siehe hierzu im Einzelnen:

- Aderlass

- Ausleitungsverfahren über Darm und Nieren

- Baunscheidtverfahren

- Blutegelbehandlung

- Cantharidenpflaster

- Schröpfen


Ausleitungsverfahren über Darm und Nieren

Durch verdauungsfördernde Nahrungsmittel kann der Körper von schädlichen Substanzen befreit werden. Dabei können abführende Mittel, wie z. B. der Sennesblätter/-früchtetee angewendet werden, die u. a. bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt werden. Die Ausleitung mit Glaubersalz wird begleitend beim Heilfasten zur Entgiftung des Darms angewendet.


Autogenes Training nach Schultz

Das Autogene Training (AT) nach Schultz ist ein übendes Verfahren zur konzentrativen Selbstentspannung. In der Rehabilitation werden die Grundstufen des AT erreicht: Schwere, Wärme, Atmung, Herz, Sonnengeflecht, freier Kopf bzw. kühle Stirn. Diese Therapie wird neben der Progressiven Muskelrelaxation nach Jacobson generell als Entspannungsverfahren zur Stressbewältigung in der Rehabilitation angewandt. Positive Einflüsse auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychovegetative Störungen sind ebenfalls nachweisbar. Beide Verfahren können nach Abschluss der Reha selbständig durch den Patienten ausgeführt werden.


Ayurveda

Ajurveda ist ähnlich wie die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) sowie die Kneipp’sche Naturheilkunde ein umfassender Behandlungsansatz aus Indien, welcher auf den Grundenergien (sogenannte doshas) Vata (Raum und Luft), Pitta (Feuer) und Kapha (Wasser und Erde) basiert. Durch die Behandlung mit Massagen, Kräuterarzneien, gesunder Ernährung, Körper- und Atemübungen sowie Meditation, Farb- und Klangtherapie soll das innere Gleichgewicht wiederhergestellt und Krankheiten vorgebeugt werden.


Baunscheidtverfahren

Beim Baunscheidtverfahren wird mit einer Nadelrolle die oberste Hautschicht flächig gestichelt, ein Spezialöl aufgetragen und anschließend ein Verband angelegt. Dieses Verfahren führt zu eitrigen Entzündungen der Haut. Durch diese Reizwirkung wird das Immunsystem gestärkt sowie die Durchblutung und der Lymphfluss angeregt.Diese Therapie wirkt in besonderem Maße bei rheumatischen Beschwerden, degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule und Gelenke, Nervenschmerzen und bei Fehlfunktonen innerer Organe wie z. B. Reizmagen, Reizdarm, chron. Obstipation.


Blutegelbehandlung

Auch als sanfter Aderlass bezeichnet. Hierbei werden Egel einzeln auf bestimmte Hautareale gesetzt, wo sie etwa 15 bis 20 Minuten Blut saugen und währenddessen entzündungshemmende und gerinnungsaktive Substanzen freisetzen. Diese Therapie wirkt in besonderem Maße bei rheumatischen Erkrankungen, arterieller Hypertonie, bei venösen Erkrankungen (Krampfadern) und bei Arthrosen (z. B. Kniegelenk, Schultergelenk, Sprunggelenk).


Cantharidenpflaster

Das Cantharidenpflaster ähnelt in seiner Wirkung der Schröpftherapie und wird wegen seines Effektes auf das Lymphsystem auch weißer Aderlass genannt. Der Hautreiz des Pflasters stellt eine künstliche Verbrennung zweiten Grades dar und führt zu einer Brandblase. Das Cantharidenpflaster führt zu einer direkten Entfernung von Lymphe, Schmerzmediatoren und „Stoffwechselschlacken“ (Ablagerungen von Toxinen, Antigen-Antikörper-Komplexen, sauren Radikalen usw.) an die Hautoberfläche, ist durchblutungsanregend und stärkt das Immunsystem. Diese Therapie wirkt in besonderem Maße bei allen lokalen Wirbelsäulen-Syndromen von der Halswirbelsäule bis zum Steiß, Schulter-Armsyndrom (nach Durchführung der Schröpftherapie), nach Hexenschuss, Intercostalneuralgie, M. Bechterew. Das Cantharidenpflaster stellt daher eine ideale Ergänzung zur Chirotherapie dar. Darüber hinaus auch anwendbar bei Tumorschmerzen bei isolierten Knochenmetastasen, Gelenkleiden wie Arthrose und Gicht, bei akuten und chronischen Mittelohrentzündungen bei Kindern, Mastoidherden sowie Nasennebenhöhlenentzündungen.


Chirotherapie (Manuelle Medizin)

Unter der Chirotherapie, die auch als Manuelle Therapie bezeichnet wird, versteht man Diagnose- und Therapiemaßnahmen am Bewegungsapparat – vor allem der Wirbelsäule -, mit denen Funktionsstörungen ermittelt und manuell (ohne apparative Hilfe) behandelt werden können. Durch eine gezielte manuelle Manipulation und Mobilisation an der Wirbelsäule oder an den Extremitäten, werden die Gelenke gelockert, so dass der Patient ein höheres Niveau an Beweglichkeit erreicht und weniger Schmerzen hat. Nach der Behandlung verspüren viele Patienten schon bald Beschwerdebesserungen und einen größeren Bewegungsspielraum.


Feldenkrais-Methode

Diese Methode ist eher als ein pädagogisches Konzept denn als Therapie einzustufen. Die Patienten lernen sich ihrer Haltung, ihrer Bewegungen und der dahinter stehenden Lebensmuster bewusst zu werden. Durch den Feldenkrais-Unterricht kommt es zu einer aktiven Neugestaltung des Lebens, die dann zu einer Verbesserung der Lebensqualität führen kann. Die ursprüngliche Feldenkrais-Methode richtet sich nicht an Menschen mit besonderen Leiden, da deren Heilung lediglich als willkommener „Nebeneffekt“ auftritt. Besonders wirksam ist diese Methode bei Nervenleiden, chronischen Schmerzzuständen, nach Unfällen und Operationen, bei Entwicklungsstörungen, Lernbehinderungen und körperlichen Behinderungen.


Fußreflexzonentherapie

Die Fußreflexzonentherapie ist ein Heilverfahren, bei dem durch die Reizung von Nervenendpunkten am Fuß eine Wirkung in Form von Entspannung, Schmerzlinderung und Krankheitsheilung auf den Gesamtorganismus erzielt wird, da die Nervenendpunkte den Reiz über den Ischiasnerv zur Wirbelsäule und von dort zu den einzelnen Organen weiterleiten. Insofern findet sie insbesondere bei Schmerzerkrankungen und Erschöpfungssyndromen ihre Anwendung.


Fünf Tibeter

Die Fünf Tibeter ist eine Form der Körpermeditation, bei der fünf Übungen möglichst 21-mal wiederholt werden. Es handelt sich hier im wesentlichen um Dehn- und Atemübungen; positive Auswirkungen entfalten die 5 Tibeter bei Patienten mit Schmerzen an Lenden- und Halswirbelsäule. Durch den meditativen Charakter tragen diese Übungen auch zur Entspannung und Ausgeglichenheit bei und sind entsprechend bei psychovegetativen Störungen hilfreich.


Heilfasten

Das Heilfasten dient der Reinigung und Entschlackung des Körpers. Es gibt verschiedene Varianten. Die verbreitetste Variante ist das Heilfasten nach Buchinger, bei der das eigentliche Fasten nach einem vorbereitendem Entlastungstag (Einnahme von leichtverdaulichen Speisen wie Obst, Müsli, Rohkost, Gemüse, Joghurt, Quarkspeisen, Knäckebrot) beginnt. Während des Fastens ist die Einnahme von mit Honig gesüßten Kräutertees, Gemüsebrühe oder Säften gestattet. Begleitend dazu wird der Darm durch die Einnahme von Glaubersalz bzw. die Durchführung von Einläufen gereinigt. Das Heilfasten verbessert die Stoffwechselfunktionen, entlastet das Herz und lässt Puls und Blutdruck sinken.


Homöopathie

Die Homöopathie ist eine spezifische Reiztherapie, bei der der Organismus mit kleinen Dosen bestimmter (krankmachender) Substanzen gezielt gereizt wird. Diese Substanzen können in großen Dosen dieselben Symptome erzeugen, die behandelt werden sollen. Das Ziel ist somit die Stimulierung der selbstregulatorischen Aktivität des Organismus im Sinne einer körpereigenen Immunabwehr. Die Homöopathie ist insbesondere wirksam bei funktionellen Erkrankungen wie z. B. Reizdarm, bei psychosomatischen Erkrankungen wie z. B. Migräne, bei psychischen Erkrankungen wie z. B. Depressionen und bei chronisch–entzündlichen Erkrankungen wie z. B. Darmentzündungen.


IPEG-Verfahren

Das IPEG-Verfahren ist ein Entspannungsverfahren im und unter Wasser. Zu Beginn wird die Person auf dem Wasser liegend getragen und durch ruhige Bewegungsformen in ihrem Atemrhythmus unterstützt und begleitet. Erst mit zunehmender Entspannung und Vertrautheit in das Element Wasser, kann mit der zweiten Phase begonnen werden. Dabei wird die Person während ihrer Ausatmungsphase sanft unter die Wasseroberfläche gezogen, wo fließende und wellenförmige Bewegungsformen durchgeführt werden. Diese spezielle Entspannungsmethode hat sich nicht nur in ihrer positiven Wirkung auf die Psyche bewährt, sondern fördert ebenso bei körperlichen Erkrankungen den Heilungsprozess. Auch als Aquarelax bezeichnet.


Kneipp’sche Therapien

Die in Deutschland maßgeblich durch Sebastian Kneipp geprägte Naturheilkunde fußt auf den fünf Säulen Ordnung, Ernährung, Bewegung, Pflanzenheilkunde und der Hydrotherapie und versucht auf ähnliche Weise wie die TCM oder Ayurveda das bestehende Ungleichgewicht (= Krank sein) im Körper ins Gleichgewicht (= Gesund sein) zurückzuführen. Spricht man dagegen nur von der Kneipptherapie, so ist lediglich die Hydrotherapie gemeint (z. B. Kneippgüsse). Kneipp hat mit der Zusammenführung der auf Erfahrung beruhenden Erkenntnisse in der naturheilkundlichen Medizin maßgeblich zur Verbreitung dieser Verfahren beigetragen. Die Kneipp’schen Therapien sind auch heute noch wesentlicher Bestandteil der medizinischen Rehabilitation in Deutschland und werden bei allen Indikationen angewandt. Heute ist der Begriff der Physikalischen Therapie weitaus geläufiger als die Hydro- und Thermotherapie von Kneipp.


Körperwahrnehmung „Zeit der Stille“

Im Rahmen dieser Therapieeinheit in der DEKIMED können die Patienten verschiedenen Entspannungsverfahren kennen lernen und einüben. Auf diese Weise werden neue Zugänge zum Körper entdeckt. Ziel dieser Einheit ist die Schulung der Entspannungsfähigkeit des Patienten.


Lasertherapie

Eine Variante der Akupunktur ist die Lasertherapie, wobei die Nadel durch einen 2 bis 20 Watt starken Laserstrahl ersetzt wird. Diese Therapie wirkt u.a. entzündungshemmend, aktiviert den Lymphfluss und entspannt die Muskeln. Einsatzgebiete sind u.a. Dermatologie und Orthopädie. Siehe auch TCM.


Morgenbewegung

Der Tag in der DEKIMED beginnt jeden Morgen mit der Therapieeinheit Morgenbewegung. Die Gesundheitstrainer vermitteln den Patienten verschiedene gymnastische Übungen (Dehnen, Atemübungen, kreislaufanregende Übungen), mit dem Ziel, diese in ihren Alltag zu integrieren und täglich anzuwenden. Im Rahmen dieser Einheit werden auch Elemente aus den chinesischen Bewegungslehren Qi Gong, Tai Chi einstudiert.


Moxibustion

Bei der Moxibustion wird Moxa (getrocknetes Beifuß- oder Wermutkraut) verbrannt. Das Moxakraut wird in Form von Moxa-Kegeln, Moxa-Zigarren oder sogenannten Moxa-Boxen appliziert, wobei die daraus entstehende spezielle Wärme die heilende Wirkung auf den Akupunkturpunkt leitet. Entgegen der Akupunktur werden also keine Nadeln, sondern Wärme und Aromen verwendet. Siehe auch TCM.


Neuraltherapie

Bei dieser Heilmethode können mittels gezielter Injektionen des Anästhetikums Procain so genannte Störfelder des menschlichen Körpers ausgeschaltet werden. Die Ursache verschiedener Krankheitsbilder geht laut der Neuraltherapie auf andere, zum Teil fern von dem eigentlichen Symptom liegende körpereigene Strukturen zurück, die als Störfelder bezeichnet werden. Zum Beispiel können diese sich in Form von Narben oder chronischen Entzündungen u. a. im Zahnbereich oder der Mandeln darstellen. Durch die Injektion kommt es zu einer Blockade der krankhaften Impulse, so dass die natürliche Heilung aktiviert wird. Wichtig bei der Anwendung dieser Heilmethode ist die Lokalisierung der Störung, weshalb diese Therapie ausschließlich von geschulten Ärzten durchgeführt wird. Diese Therapie wird insbesondere bei Schmerz- und Entzündungszuständen undefinierter Herkunft angewendet.


Periostmassage

Die Periostmassage ist eine Form der Reflexzonenmassage. Das Periost oder die Knochenhaut ist eine bindegewebsartige Hülle, die den Knochen umgibt. Bei einer Massage drückt der Therapeut mit den Fingerkuppen rhythmisch auf bestimmte Punkte des Periosts. Die Behandlung eines Punktes kann ein bis zwei Minuten in Anspruch nehmen. Diese Therapie wirkt insbesondere bei Kopfschmerzen, Arthrose, Rückenleiden, Schulterbeschwerden, Fibromyalgie oder Tennis-Ellenbogen. Darüber hinaus können über die Fernwirkungen auf innere Organe beispielsweise auch Blasenstörungen oder Verdauungsbeschwerden behandelt werden.


Phytotherapie

Unter Phytotherapie wird die Therapie mit Arzneimitteln verstanden, die ausschließlich aus Pflanzen, Pflanzenteilen, Pflanzeninhaltsstoffen und deren einfacher pharmazeutischer Zubereitung bestehen. Es werden Tinkturen verabreicht und Einnahmevorschriften für je nach Leiden einschlägige pflanzliche Heilmittel vorgegeben. So hilft die Aconit-Tinktur zur Schmerzlinderung, die Arnika-Tinktur bei Entzündungen. Ein wesentlicher Teil der Phythotherapie ist die Teezubereitung. Tee ist eine besonders schonende und wirkungsvolle Form der Applikation pflanzlicher Heilkräfte, weshalb Tee auch bei vielen naturheilkundlichen Therapien begleitend verwandt wird.


Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (PMR)

PMR ist ein Entspannungsverfahren, bei dem durch regelmäßige Anwendung positive Einflüsse auf muskuläre Verspannungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Hochdruck, Koronare Herzkrankheiten) und psychovegetative Störungen (Erschöpfungszustände, Schlafstörungen, Migräne etc.) ausgeübt werden. Die Entspannung erfolgt über den Gegensatz „Anspannung“ und anschließender „Entspannung“ verschiedener Körperbereiche in einer festgelegten Reihenfolge (Hand / Arm, Gesicht, Nacken / Hals, Schulter / Rücken, Bauch, Ober- / Unterschenkel, Fuß). Dieses Entspannungsverfahren ist einfacher und leichter zu erlernen als bspw. das Autogene Training; welches Verfahren aber bessere Wirkungen zeigt, ist von Patient zu Patient verschieden.


Qi Gong

Qi Gong (wörtlich: Energiearbeit) hat zum Ziel, durch beständige Übung die Kontrolle über den inneren Fluss der Lebensenergie zu erlangen und den Willen zu stärken. Gemeinsam ist allen Qi-Gong-Richtungen, dass sie Atmung mit Körperhaltung und Bewusstsein harmonisch verknüpfen. Schwerpunkt sind Wiederholungen einer Bewegung. Gestärkt werden Innere Balance, allgemeiner Gesundheitszustand und das Immunsystem. Die TCM spricht dem Qi-Gong bei praktisch jeder Krankheit positive Wirkung zu - so z. B. bei Nervenerkrankungen, Krebs, Asthma, Bluterkrankungen, Rheuma, Migräne, Tinnitus und Diabetes.


Schröpftherapie (trocken - blutig)Schröpfkopfmassage

Bei dieser Therapieform werden dem Patienten auf bestimmte Hautareale am Rücken Gläser gesetzt, aus deren Hohlraum unmittelbar zuvor die Luft gesaugt worden ist. Durch den dadurch entstehenden Saugeffekt auf die Haut entwickeln sich Blutergüsse, die die spezifische Genesung über die Reizung der Haut fördern. Bei der blutigen Schröpftherapie wird die Stelle, auf die das Glas gesetzt wird, zuvor angeritzt, was der zusätzlichen Wirkung eines Aderlasses gleichkommt. Diese Therapien wirken insbesondere bei Rückenschmerzen, Rheuma oder schmerzhaft verspannter Muskulatur (trocken) sowie bei funktionellen Herzbeschwerden, Hypo- oder Hypertonie (blutig). Bei der Schröpfkopfmassage (unblutig) werden die zuvor über ein Vakuum auf den mit Öl oder Salbe eingeriebenem Rücken fixierten Gläser in Längsrichtung der Meridialachse geschoben oder gezogen. Diese Therapie wird neben orthopädischen Schmerzen auch bei Hypo-, Hypertonie und Atemwegserkrankungen angewendet.


Segmentmassage

Die Segmentmassage ist eine besondere Form der Reflexzonenmassage. Es werden Haut, Bindegewebe, Muskulatur und Knochenhaut eines bestimmten Körpersegmentes massiert, welches mit dem zu behandelnden inneren Organ in Verbindung steht (z. B. Lebersegment). Sie wird bei chronischen inneren Erkrankungen angewendet, die zu reflektorischen Krankheitszeichen im Segment geführt haben (z. B. Schmerzen oder Verquellung bestimmter Hautgebiete).


Shiatsu

Shiatsu, eine japanische Form ganzheitlicher Körperarbeit, ist eine Möglichkeit den Fluss des Ki, der Lebensenergie, zu harmonisieren. Bei der Shiatsu-Behandlung wird entlang der Meridiane mit Handballen und Daumen Druck ausgeübt. Dabei werden Zustände von Fülle und Leere ertastet und entsprechend behandelt. Shiatsu ähnelt damit einer Mischung aus Akupressur und Akupunktmassage nach Penzel.


Tai Chi

Tai Chi gehört zu den chinesischen Bewegungslehren. Charakteristisch ist die sehr langsame Ausführung der Bewegungsfolgen. Ein anderer Begriff für Tai Chi ist Schattenboxen. Tai Chi ähnelt meditativen Verfahren und trägt zur Entspannung bei. Positive Einflüsse werden dadurch auf das Herz-Kreislauf-System und bei psychovegetativen Störungen ausgeübt. Es trägt darüber hinaus zur Verbesserung der Haltung, des Gleichgewichts und der Beweglichkeit bei.


TCM: Traditionelle Chinesische Medizin

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist quasi das chinesische Pendant zur „westlichen“ Naturheilkunde (siehe hierzu auch Kneipp’sche Therapien). Grundlage der TCM ist der Mensch als „energetisches Gefüge“. Dieses "energetische Potential", welches die Chinesen Qi nennen, durchdringt den Körper auf definierten Bahnen (Leitbahnen oder Meridiane). Ist das Qi im Ungleichgewicht, ist also der Betroffene krank, wird mit Anwendungen aus den Bereichen Akupunktur u. ä., einer gesunden Ernährung, ausreichend Bewegung (Qi Gong, Tai Chi), Phytotherapie sowie Massagen (Tuina-Massage, Akupunktmassage n. Penzel) das Gleichgewicht wiederhergestellt.


Tuina-Massage

Die chinesische Massagetherapie versucht Störungen des gesamten Organismus zu beeinflussen. Auf Grundlage des Meridian- und Akupunkturpunktsystems wird an den Punkten oder entlang der Meridiane eine manuelle Behandlung durchgeführt. Je nach gestellter Diagnose werden an diesen Punkten Reize unterschiedlicher Qualität gesetzt, das kann ein leichtes Reiben, Schieben, Drücken, Kneten, Kneifen, Zwicken, Klopfen sein, die auch mit unterschiedlicher Intensität durchgeführt werden. Diese Therapie wirkt insbesondere bei orthopädischen Beschwerden, bei funktionellen Beschwerden innerer Organe / Organsysteme durch die Reizweiterleitung entlang der Meridiane.


Wassertherapie nach McMillan

Die Wassertherapie nach McMillan ist ein Entspannungsverfahren im und unter Wasser. Siehe hierzu IPEG-Verfahren.


Wickeltherapie

Zur Kneipp’schen Hydrotherapie zählen nicht nur Wasseranwendungen, sondern auch die Wickeltherapie. Es gibt Brustwickel z. B. bei Bronchitis, Asthma, Lungenentzündung, Lendenwickel z. B. bei akuten und chronischen Entzündungen im Bauchraum (Magen-Darm-Geschwüren), Wadenwickel bei Venenentzündungen, Halswickel bei akuten und chronischen Halsentzündungen (z. B. Mandelentzündung). Wickel regen den Stoffwechsel an und entziehen dem Körper über die Haut Giftstoffe. Die Krankheitserreger werden auf diese Weise über die Haut aus dem Körper ausgeschieden.


Yoga

Yoga ist eine aus Indien stammende meditative Technik, durch die das geistige und körperliche Wohlbefinden gefördert wird. Dabei werden ähnlich wie bei den 5 Tibetern aber in deutlich größerer Anzahl Atemtechniken und Körperhaltungen zusammen durchgeführt. Diese Übungen haben positive Auswirkungen bei psychovegetativen Störungen, orthopädischen Beschwerden und anderen funktionellen Störungen wie Blutdruckprobleme, Magen-Darm-Beschwerden oder auch Regelstörungen.