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Fernöstliche Medizin hilft chronisch-kranken Patienten
„In der fernöstlichen Medizin hat die ganzheitliche Betrachtung eines Menschen eine lange Tradition“, erläutert Prof. Doering. „Hier wird eine Erkrankung als Störung des Gleichgewichts zwischen Körper, Geist und Seele verstanden.“

Wer Daniela Kenner jetzt sportlich durch den Wald walken sieht, kann sich kaum vorstellen, dass die 39jährige sich noch vor einem Jahr kaum bewegen konnte. Ein chronisches Rückenleiden machte jede Bewegung zur Qual. Auf der Suche nach Linderung suchte sie verschiedenste Ärzte und Spezialisten auf. „Es gab wohl kein Schmerzmittel, das ich nicht ausprobiert hätte“, meint Daniela Kenner kopfschüttelnd. Aber weder Medikamente, noch Krankengymnastik schienen zu helfen. Ihren Beruf als Sekretärin konnte sie nur noch zeitweise ausüben. Nach fast dreijährigem Leidensweg verschrieb ein Arzt ihr eine Rehamaßnahme in der Deutschen Klinik für Integrative Medizin und Naturheilverfahren (DEKIMED) in Bad Elster.

 

Für den Ärztlichen Leiter der DEKIMED, Prof. Thorsten Doering, ist die Krankengeschichte von Daniela Kenner kein Einzelschicksal. „Unser Gesundheitssystem ist zurzeit noch nicht optimal auf die Bedürfnisse chronisch Kranker ausgelegt“, meint Prof. Thorsten Doering. Er kritisiert, dass gerade bei der Behandlung chronisch kranker Patienten zu wenig traditionelle Naturheilverfahren und fernöstliche Therapiemethoden Anwendung finden. Schmerzpatienten wie Daniela Kenner werden häufig hauptsächlich mit Schmerzmitteln behandelt. Das sei im ersten Schritt auch völlig richtig. Denn die akuten Schmerzen erfordern eine schnelle und wirkungsvolle Therapie. Hierzu steht eine ganze Reihe hochwirksamer Medikamenten zur Verfügung.

 

Naturheilkundliche Behandlungen sind möglicherweise zu mild oder die Zeit bis zum Wirkungseintritt ist unannehmbar lang. Wenn Schmerzen ihre Signal- und Warnfunktion verloren haben und chronisch werden, hilft aber oftmals eine rein medikamentöse Therapie auf Dauer nicht weiter. Dann muss nach alternativen Behandlungen, welche die medikamentöse Therapie ergänzen, minimieren oder sogar ersetzen, gesucht werden.

Dabei greift das Team um Prof. Doering gerade bei Schmerzpatienten auf die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) zurück. „In der fernöstlichen Medizin hat die ganzheitliche Betrachtung eines Menschen eine lange Tradition“, erläutert Prof. Doering. „Hier wird eine Erkrankung als Störung des Gleichgewichts zwischen Körper, Geist und Seele verstanden.“ Zu diesem ganzheitlichen Konzept gehört auch, dass sich Patienten mit ihrer Erkrankung intensiv auseinander setzen, ihre individuellen Risikofaktoren kennen lernen und durch ein gesundheitsbewusstes Verhalten ihre Gesundheit stabilisieren. Daniela Kenner erinnert sich, wie froh sie über diese Hilfe zur Selbsthilfe war. „Endlich hatte ich das Gefühl, ich konnte selbst etwas gegen meine Beschwerden tun.“

 

Die Kombination aus Akupunktur, Qi Gong, Naturheilmitteln und gesunder Ernährung half ihr nach und nach die Schmerzen besser in den Griff zu bekommen. Auch die Schmerzmittel konnten schrittweise reduziert werden. Heute greift Daniela Kenner nur in Ausnahmen mal zu einer Tablette. In der DEKIMED lernte sie auch den Zusammenhang zwischen bestimmten Belastungen im Alltag und dem Aufflammen des Rückenschmerzes. Heute gibt sie besser auf sich Acht und versucht Stress rechtzeitig abzubauen. „Das klappt nicht immer“, sagt sie augenzwinkernd, „aber immer besser.

 

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